Frösche, Kröten und Molche wandern regelmäßig im Frühjahr, um sich Laichplätze zu suchen. Wenn sie dabei Straßen überqueren müssen, kann es für sie gefährlich werden. Das Problem ist seit Langem bekannt, und Straßen, die durch Habitate von Amphibien führen, werden inzwischen oft mit „Krötentunneln‘ versehen. Wenn das nicht möglich ist, kann man von Hand nachhelfen: mit sogenannten Amphibienzäunen.
Wie funktioniert ein Amphibienzaun?
Ein Amphibienzaun ist eine ca. 50 cm hohe Barriere, meist aus Plastikfolie, die parallel zum Straßenrand aufgestellt und leicht in den Boden eingegraben wird. Amphibien, die in Richtung Straße wandern, müssen am Zaun entlang und fallen an dessen Ende in einen bündig in die Erde eingegrabenen Eimer, auf dessen Boden ein feuchter Schwamm liegt. Dort können Sie problemlos eine Weile überleben, die Eimer müssen aber täglich kontrolliert und geleert werden. Das bedeutet:
Amphibienzaun Wildparkstraße
Von 2000 bis 2011 hat eine Gruppe des ALNUS den Amphibienzaun an der Wildparkstraße in Eberswalde betreut. Hier kreuzen im Frühjahr Grasfrösche, Erdkröten und Kammmolche die Straße, um zu ihrem Laichgewässer in der Nähe der Drehnitzwiese zu gelangen.

Seit die Straße 2010 untertunnelt wurde, ist das Aufkommen an Amphibien, die in den vier eingegrabenen Eimern an den Enden des Zauns landen, stark zurückgegangen. Die drei Tunnel werden offensichtlich sehr gut angenommen, Totfunde sind schon seit 2011 kaum noch zu verzeichnen. Wir haben uns deshalb entschlossen, die Eimer zu entfernen und die tägliche Kontrolle zur Wanderungszeit auszusetzen. Der Zaun muss aber stehenbleiben und ab und zu auf Dichtheit kontrolliert werden.
Amphibienzaun Bernauer Heerstraße
Seit … setzen und betreuen wir im Frühjahr einen Amphibienzaun an der Bernauer Heerstraße, wo Amphibien vom Stadtwald auf das Gelände des Landeskriminalamts wandern, weil dort ein für sie passendes Laichgewässer liegt.


