Alnus e.V.

B 167

Die Bundesstraße 167 führt quer durch Eberswalde und verbindet die Stadt westlich über Finowfurt mit der Autobahn A11 und östlich mit Bad Freienwalde. In der Stadt ist das Verkehrsaufkommen sehr hoch (etwa 25.000 Fahrzeuge pro Tag auf der Bahnhofsbrücke), und viele Anwohner wünschen sich eine Entlastung.

Pläne, eine Ortsumgehung einzurichten, gibt es schon lange, und der Bundesverkehrswegeplan in seiner aktuellen Fassung von 2015 führt diesen Neubau in der Kategorie „vordringlicher Bedarf“.

Eine Karte, die den Streckenverlauf der geplanten B 167 neu in der Umgebung von Eberswalde zeigtNur sind diese Pläne fehlgeleitet: Der größte Teil des Verkehrs auf der innerstädtischen B 167 ist Binnenverkehr, der auch mit einer Umgehungsstraße nicht verschwinden würde. Ein Straßenneubau außerhalb der Stadt würde viele wertvolle Biotope und Erholungsgebiete zerstören oder beeinträchtigen und das Finowtal als Landschaft für immer entwerten.

Diese Landschaften wären unter anderem betroffen:

Zudem birgt der geplante zweite Bauabschnitt schwer abschätzbare Risiken für das Stadtklima, weil er mitten durch das wichtigste Kaltluftentstehungegebiet in der Umgebung von Eberswalde führen würde.

Entlastung ist auch nicht eigentlich Ziel des Projekts. Der Plan stammt aus den 1990er Jahren, als alle Zeichen auf Autoverkehr standen und sieht einen zweiten Fernstraßenring um Berlin vor. Für die Region hätte das hauptsächlich Nachteile, weil ein Teil des Verkehrs vom Berliner Ring hierher umgeleitet würde.

Was können wir tun?

Ob die B 167 neu gebaut wird, entscheidet nicht die Stadt Eberswalde allein, sie hat aber ein Mitspracherecht. Wir setzen uns gemeinsam mit anderen zivilgesellschaftlichen Initiativen dafür ein, dass die Stadt sich gegen das Vorhaben ausspricht. Dazu haben wir schon 2016 (als Reaktion auf einen Aufruf von Kommunalpolitikern, das Projekt möge schnellstmöglichst umgesetzt werden) einen offenen Brief veröffentlicht.

Im Sommer 2023 haben wir, zusammen mit anderen Initiativen, in einem etwas ausführlicheren Schreiben an die Stadtverordneten versucht, die ökologischen Schäden, die das Projekt verursachen würde, darzulegen Diese Arbeit findet ihr hier:

Unsere Heimat, unsere Zukunft, unser Ökosystem

Ein Teilerfolg unserer Arbeit ist, dass die Stadt Eberswalde 2024 im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (INSEK) ihre Forderung nach schnellstmöglicher Umsetzung des Projekts gestrichen hat.

Pro Waldstadt

Bürgerinitiative gegen den Neubau
der B 167

pro-waldstadt.de

Wir sind nicht allein

Im Sommer 2024 haben Mitglieder des ALNUS und anderer Umweltverbände die Bürgerinitiative Pro Waldstadt gegründet, die sich gegen den Neubau der B 167 in der geplanten Form einsetzt und zusammen mit dem BUND Landesverband Brandenburg eine Verbandsklage gegen das Projekt plant, sollte es zum Planfeststellungsbeschluss kommen.

Wir sammeln Unterschriften, Spenden für die Klage und freuen uns über Unterstützung.