Brandenburg ist reich an Gewässern, aber arm an Wasser. Grund dafür sind zum Teil noch die Kiefern-Monokulturen der Vergangenheit, die der Landschaft besonders viel Wasser entziehen, im Süden des Landes der Braunkohletagebau, der über Jahrzehnte Grundwasser abgepumpt und „den Bach runtergeschickt“ hat und der Klimawandel mit ausgedehnten sommerlichen Dürreperioden.
Neben der Schwärze, die durch Eberswalde fließt, interessieren uns auch die Zukunft des Finowkanals und die Ausbaupläne für die Oder. Der Finowkanal zum Beispiel hat nur einen sehr geringen Durchfluss, der in Zukunft durch den Klimawandel noch abnehmen wird. Eine der Fragen ist, wie der Kanal in Zukunft bewirtschaftet werden kann, so dass Naturschutz und Wassersport vereinbar sind. Und westlich von Finowfurt gibt es noch die alte Finow als relativ naturnahes Fließgewässer.
Besonders größere Fließgewässer stehen im Konflikt zwischen Naturschutz und Binnenschifffahrt. Letztere ist auf tiefe Fahrrinnen angewiesen, die durch Buhnen künstlich hergestellt werden, was aber den Grundwasserspiegel der umgebenden Landaschaft absenkt. Begradigte und bereinigte Flüsse verlieren außerdem viele Habitatfunktionen.
Von 2020-23 gab es im ALNUS die sehr aktive AG Wasser (später „einFluss“), die vor allem gegen die Ausbaupläne für die Oder mobilisiert hat, in Zusammenarbeit mit polnischen Naturschützer:innen. Nicht ohne Erfolg, denn die polnische Regierung hat den Ausbau vorerst gestoppt.
In kleinerem Maßstab organisieren wir Paddeltouren und Exkursionen zu den Gewässern der Region. Im Stadtzentrum von Eberswalde sammelt der Verein zum Frühjahrsputz seit vielen Jahren einmal im Jahr Müll aus der Schwärze.
In unserer Infothek findet ihr ausführlichere Informationen zu Fließgewässern in und um Eberswalde.






