Durch ein Modul im Studium meines Freundes kam mir die Idee, eine Nisthilfe für den Schulgarten zu bauen. Mit einer ersten groben Skizze sind Norman und ich zum Stadtförster gegangen. Dort haben wir die Pfeiler für die Nisthilfe bekommen.
Anschließend habe ich im Schul- und BV-Garten alles brauchbare Holz zusammengesucht und zusammen mit meinem Freund mit dem Bau begonnen. Bevor wir losgelegt haben, habe ich rund um den zukünftigen Standort noch heimische Wildblumen ausgesät, damit die Nisthilfe später in einer passenden Umgebung steht.
Ohne Vorerfahrung haben wir die Hölzer vermessen, zugeschnitten und zusammengeschraubt. Dabei war es uns wichtig, möglichst viele vorhandene Materialien wiederzuverwenden. Das korrekte Versenken der Einschlaghülsen im Boden und auch den Schluff abzubauen und super fein zu zerkleinern war zwar anstrengend, aber die Mühe hat sich am Ende definitiv gelohnt.
Jetzt steht eine stabile und vielseitige Nisthilfe im Garten, umgeben von Wildblumen und Bäumen, und bietet hoffentlich bald vielen Wildbienen und anderen Insekten ein Zuhause. Für die Rückseite habe ich außerdem eine Infotafel gestaltet, die erklärt, was in der Nisthilfe passiert, welche Arten dort nisten könnten und was man selbst für Wildbienen tun kann.
Ein paar kleine Tipps:
Achtet beim Bau von Nisthilfen oder Tränken auf schadstofffreie Materialien. Für die Muscheltränken habe ich Aquariensilikon verwendet, und das Holz wurde mit Leinölfirnis behandelt. Bei Nisthilfen sollten die Nistgänge bzw. Röhren möglichst 12 bis 15 cm tief sein, da viele Wildbienenarten tiefere, hinten geschlossene Gänge bevorzugen. In zu kurzen Röhren kann die Brutverteilung ungünstiger ausfallen, da dort häufiger der äußere Bereich mit männlicher Brut belegt wird und für weibliche Brut weniger geeigneter Raum bleibt.
Maya









